Allgemeines über die Musik und Tonkunst

Die Tonkunst ist offenbar die älteste Sprache, die derMenschheit bekannt ist. Durch die Musik kann man Gefühle zeigen, welche man allein mit Worten nie und nimmer zeigen kann. Doch wie ist die Musik wirklich erschaffen worden? Wer hat die Notenschrift erfunden?
Dass unsere Ahnen vor reichlich 100 000 Jahren den ersten gewollten Ton erzeugt haben, kann man mit Bestimmtheit sagen, aber warum das geschah, ist auf keinen Fall klar bewiesen. Eine Alternative wäre, dass die Leute früher versuchten, Laute, die sie aus der Wildnis kannten, nachzuahmen. Vermutlich Geräusche von Tieren, vielleicht um sie für die Jagd anzulocken.

Die Historie der Musik

Bei Ausgrabungen in Ägypten, China, Indien, Griechenland und Italien fand man Instrumente, von denen man annimmt, dass sie bei religiösen Feiern, bei Wettkämpfen aber auch beim Speisen und der Arbeit benutzt wurden, um zu musizieren. Zwar ist nicht bekannt, wie sich diese Musik anhörte, doch da es sich bei den Funden unzweideutig um Harfen, Lauten, Flöten und Blasinstrumente wie Tuba und Horn handelte, die 2000 bis 5000 Jahre alt waren, glaubt man, dass sie zum Musizieren benutzt wurden.
Die allererste Musik, von der man auch etwa weiß, wie sie geklungen haben könnte, ist die Chormusik des Mittelalters. Es wurden Notenschriften (sogenannte Neumen) entdeckt, die von Mönchen um 590-604 aufgezeichnet wurden. So wurden z. B. auch die bekannten gregorianischen Gesänge entdeckt, die nach dem einstigen Papst Gregor I. benannt wurden. Nur waren diese Notenschriften noch nicht so genau, wie wir es von unsren heutigen Noten kennen.
Im späteren Mittelalter zogen später Troubadoure und Minnesänger übers Land und brachten den Leuten mit Fideln und Lauten ihre Gedichte und Erzählungen dar. Einer der heute nach wie vor namhaften Minnesänger ist Walther von der Vogelweide, welcher von 1170-1230 lebte.

Die Historie der Notenschrift

Die erste Notenschrift kam wahrscheinlich um 600 v. Chr. von den Griechen mit der Vokalnotation. Über das genaue Datum streiten sich die Wissenschaftler immer noch. Um Töne von Liedern und Dichtungen zu markieren, wurde das griechische Alphabet verwendet. 300 Jahre danach hatten sie dann obendrein die Instrumentalnotation entwickelt. Hierfür benutzten sie das archaische AlphabetHierbei wurde für jeden einzelnen Ton ein Buchstabe benutzt.
Mit dem Ende des Römischen Reiches endet auch die griechische Notation.
Um Musik auch schriftlich zu überliefern, wurde ab vielleicht 850 n. Chr. die byzantinische Notation benutzt. Folglich wurden Linien, Schnörkel und andere ähnliche Figuren, unmittelbar über den Liedtexten angefügt, um die Stimmhebungen- und Senkungen unterscheiden zu können.
Das heutige Notenliniensystem basiert auf den Neumen des Mittelalters, die schon in der Historie der Tonkunst dargestellt wurden.